DM - Degenerative Myelopathie

 


 

Die DM-Testergebnisse unserer bisher gezüchteten Hunde finden sie unter dem Menüpunkt "Gesundheitsergebnisse".

Seit unserem H-Wurf werden alle Welpen auf DM genetisch getestet.

 


 

Was ist eigentlich DM?
DM ist eine fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks. Bei den betroffenen Hunden kommt es zu einem Abbau der langen Rückenmarksbahnen. Das Resultat sind Störungen des Bewegungsablaufes und eine zunehmende Hinterhand-Schwäche bis zur kompletten Lähmung der Hinterhand. Zuerst straucheln und stolpern die Hunde und setzen die Hinterpfoten nicht richtig auf. Mit der Zeit schleifen die Hinterpfoten auf dem Boden und die Zehen werden abgewetzt. Mit Fortschreiten der Erkrankung nimmt die Schwäche in der Hinterhand zunehmend zu und der Hund ist mit der Zeit nicht mehr fähig ohne aktive Unterstützung seiner Besitzer zu gehen. Wenn die Erkrankung weiter fortschreitet, weitet sie sich auf die vorderen Gliedmaßen aus und manifestiert sich als schlaffe Parese und Paralyse. Desweitern können eine gestörte Eigenwahrnehmung und gestörte Reflexe auftreten. Der Zeitraum vom ersten Auftreten bis zum vollständigen Kräfteverlust der Hinterhand kann von wenigen Monaten bis zu einigen Jahren dauern. Sie kann sich ab dem ab dem 5. Lebensjahr (meist schleichend) entwickeln. Eine Behandlung mit Heilung gibt es keine. Einzig eine intensive Physiotherapie kann den Verlauf hinauszögern. Es konnte eine Mutation gefunden werden, die als Hauptrisikofaktor für diese Erkrankung gilt, aber eine altersabhängige unvollständige Penetranz zeigt.

 

Ursächlich soll eine Mutation des SOD1-Gens verantwortlich sein. Allerdings muss an dieser Stelle ganz klar gesagt werden, daß hier ähnliches gilt wie beim MDR1-Defekt. Das bei dem sogenannten "DM-Test" gesuchte mutierte Gen ist nicht der einzige Faktor, der zur Erkrankung führt. Daher ist es schlicht falsch, zu behaupten, man könne sicher sein, ein Hund der das mutierte SOD1-Gen nicht in seinem Erbgut trägt, würde nie an einer dem Formenkreis der Degenerativen Myelopathien zugehörigen Krankheit erkranken. Das Ergebnis des sogenannten "DM-Testes" ist auch keine Diagnose, kein "Krank" oder "Gesund".
Es ist bereits wissenschaftlich belegt, dass viele Hunde, welches das mutierte SOD1-Gen affected, also n/n, in sich tragen, nie an DM erkranken. Das Testergebnis ist eine Richtlinie für Züchter, zur Zusammenstellung von Verpaarungen, um möglichst keine Hunde mit dem Genstatus SOD1-n/n zu züchten, um den bis jetzt einzigen bekannten Risikofaktor mit der Zeit auszusortieren.

 

Anmerkung in eigener Sache: unsere erste eigene Collie-Hündin erkrankte an DM. Es war eine große Qual ihr bei ihrem langsamen Verfall zusehen zu müssen in der Gewissheit, daß keine Besserung mehr eintreten würde. Am 09. August 2005 musste ich sie gehen lassen.Sie wurde durch die Krankheit nur 9,5 Jahre alt. Einer der bittersten Collie-Tage für mich.

Nun endlich gibt es vielleicht einen Weg diesen Hauptrisikofaktor genetisch benennen zu können. Für mich ist das ein Grund, meine Hunde testen zu lassen um in zukünftigen Würfen evtl. darauf Rücksicht nehmen zu können.

 

   
© Collies of the biscuitbox